Zukunft und Zusammenhalt

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PARITÄTISCHER: Sachsen hat vierthöchste Armutsgefährdungsquote in Deutschland

PARITÄTISCHER fordert Staatsregierung zum Handeln auf

(Dresden) Nach Angaben des heute in Berlin durch den PARITÄTISCHEN Gesamtverband präsentierten „Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2011“ hat Sachsen im bundesdeutschen Länderranking die vierthöchste Armutsgefährdungsquote. Selbst im Vergleich der ostdeutschen Länder liegt Sachsen nur im Mittelfeld. Sowohl die Staatsregierung als auch die Regierungskoalition müssen sich endlich des Themas annehmen.

„In den vergangenen Jahren wurde im Freistaat Sachsen viel erreicht – leider aber auch eine nicht hinnehmbare Armutsgefährdungsquote“, stellt Birgitta Müller-Brandeck, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes Sachsen, fest. „Die schwarz-gelbe Koalition im Sächsischen Landtag muss dieses Signal zum Anlass nehmen und den kommenden Doppelhaushalt unter der Perspektive der Armutsbekämpfung prüfen. Auch wenn das Thema Armut im Koalitionsvertrag nicht einmal erwähnt wird, ist der Handlungsbedarf spätestens jetzt klar und eine entsprechende Prioritätensetzung ist nötig. Der Freistaat darf sich seiner Verantwortung nicht länger entziehen und die Kommunen mit der Lösung dieser Aufgabe allein lassen. Wir erwarten von der Staatsregierung eine klare Aussage, wie man sich künftig der Armutssituation im Freistaat annehmen will.“ Noch bitterer seien die vorliegenden Zahlen, wenn diesen mehr als eine Verdoppelung der Einkommensmillionäre im Freistaat für den selben Bemessungszeitraum gegenüber stünden.

Sachsen belegt im Ländervergleich sowohl bei der Armutsgefährdungsquote als auch bei der SGB-II-Quote die hinteren Plätze. Die Armutsgefährdungsquote liegt mit 19,4% (2010) um 5% höher als der bundesdeutsche Durchschnitt. Im Ranking der Bundesländer landet der Freistatt damit auf Platz 13, eine Verschlechterung um drei Plätze seit 2005.
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Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Blick auf die SGB-II-Quote. Hier ist der Freistaat mit 14,4% (2011) um 4,6% über dem Bundesdeutschen Durchschnitt und im Länderranking nur auf Platz 12 zu finden. Grafik

Handlungsbedarf besteht aus Sicht des PARITÄTISCHEN Sachsen insbesondere  bei der Schaffung von Perspektiven für junge Menschen. Der weitere Rückbau der Strukturen sozialer Arbeit ist daher der falsche Schritt.

Den vollständigen Bericht, weitere Informationen, druckfähige Grafiken und eine detaillierte Suchfunktion nach Postleitzahlen finden Sie im Internet unter:
www.der-paritaetische.de/armutsbericht2011

PM: KJRS stellt auf Bürgerforum "Jugend" Umfrageregebnisse vor

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der angefügten Pressemitteilung des Kinder- und Jugendrings Sachsen oder dessen Website: www.kjrs-online.de

BürgerInnenForum "Kultur" abgesagt

Das für den 22. November in Döbeln geplante BürgerInnenForum "Kultur" kann auf Grund kurzfristiger Absagen der Podiumsteilnehmer leider nicht stattfinden, teilten die Veranstalter Treibhaus e.V. und Rosa-Luxemburg-Stiftung heute mit.

"Wir sehen uns zu Schritt veranlasst, da die VertreterInnen des Landkreises und des Kultusministeriums kurzfristig ihre Teilnahme am Forum abgesagt haben. Wir bedauern dies sehr", sagte eine Vertreterin des Rosa-Luxemburg-Stiftung gegenüber der Onlineredaktion von Zukunftundzusammenhalt.de.

Das BürgerInnenforum "Kultur" sollte sich als fünfte Veranstaltung aus der BürgerInnenforen-Reihe von Zukunft & Zusammenhalt der aktuellen Situation in der sächsichen Kulturlandschaft vor dem Hintergrund sinkender Förderung widmen.




Pressemitteilung: Sachsen JugendGerecht - Umfrageergebnisse werden auf Bürgerforum "Jugend" präsentiert

Wie muss Sachsen sein, damit ich gern hier lebe, lerne und arbeite?

Mehrere hundert sächsiche Jugendliche wurden seit dem Sommer dazu befragt. Die Ergebnisse der Umfrage "Sachsen JugendGerecht" werden auf dem Bürgerforum Jugend am 18. November ab 16.30 Uhr im Saal der sächsichen Landeszentrale für politische Bildung vorgestellt.

Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung im angefügten Dokument.

Armut auf Rekordniveau: Paritätischer fordert Masterplan zur Armutsbekämpfung

Als neuerliches Dokument tiefgreifender Verwerfungen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft wertet der Paritätische Wohlfahrtsverband die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen, nach denen jeder sechste Deutsche in Armut lebt. Der Verband kritisiert die Politik der schwarz-gelben Koalition, die die Kluft zwischen Arm und Reich in den vergangenen zwei Jahren noch verschärft habe, und fordert von der Bundesregierung einen belastbaren Masterplan zur Armutsbekämpfung.

Der Paritätische weist darauf hin, dass den über 12 Millionen armen Menschen in Deutschland ein privates Geldvermögen von rund fünf Billionen Euro gegenüber stehe. „Nicht nur die Armut in Deutschland hat Rekordniveau erreicht, sondern auch der Reichtum hat trotz aller Krisen stetig zugenommen. Wenn dieser eklatanten Ungleichheit kein Ende bereitet wird, droht unsere Gesellschaft zu kollabieren“, warnt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen.

Der schwarz-gelben Koalition wirft der Verband armutspolitisches Versagen vor. Die Bundesregierung habe mit ihren bisherigen Maßnahmen die gesellschaftliche Spaltung sogar noch beschleunigt. „Maßnahmen wie die Streichung des Elterngeldes für Hartz IV-Bezieher, Kürzungen beim Wohngeld bis hin zur so genannten Instrumentenreform in der Arbeitsmarktpolitik führen direkt dazu, dass die Armut in Deutschland zunimmt. Diese Bundesregierung muss endlich zu einer Politik zurückkehren, die Armut bekämpft und sie nicht noch verschärft“, so Schneider.
 
Der Paritätische fordert die Bundesregierung auf, von der geplanten Instrumentenreform Abstand zu nehmen, die Hartz IV-Regelsätze auf eine bedarfsgerechte Höhe von 420 Euro anzuheben, das Bildungs- und Teilhabepaket durch eine echte Bildungsoffensive für unterprivilegierte Kinder zu ersetzen und das Rentensystem wirklich armutsfest zu machen.

Mehr Informationen:
Gwendolyn Stilling (Pressesprecherin, Der Paritätische Gesamtverband)
Tel.: 030 - 24636 305
E-Mail: pr@paritaet.org



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